ALTSTÄDTER BRÜCKENTURM

Der Brückenturm wurde in der Folge des Brückenbaus auch als wichtiger Befestigungsteil der Altstadt in den 70er Jahren des 14. Jahrhunderts durch Peter Parler errichtet. Eine bedeutende Rolle hatte der Turm während der Krönungswege als Triumphbogen. Er hat die Höhe von 47 Metern und ist wie die Brücke aus Sandsteinblöcken gebaut. Das Turmdach ist mit Schiefer gedeckt. Vor allem die Ostfassade ist reichhaltig mit Statuen und Symbolen des Luxemburgherrschergeschlechts geschmückt. Unmittelbar über dem Torbogen sind die Wappen aller Länder, in denen die Luxemburger in der Zeit Karl IV. herrschten. Über den Wappen sind drei Statuen: links Karl IV., in der Mitte der heilige Veit und rechts Wenzel IV., Sohn von Karl IV. Darüber findet man ein Schild mit dem Adler des hl. Wenzel. Den oberen Abschluss der Fassade bilden Statuen der Heiligen Sigismund und Adalbert.
Der Turm wurde früher auch als Schuldnergefängnis genutzt. Heute finden wir hier eine interessante Ausstellung über die astronomischen und astrologischen Umstände, die den Bau der Karlsbrücke beeinflussten. Außerdem kann man von der Aussichtsetage einen wunderbaren Blick aufs linke Moldauufer genießen. Auf der Westfassade ist eine Gedenktafel mit lateinischer Aufschrift angebracht. Diese erinnert an die Teilnehmer der Befreiungskämpfe gegen die Schweden gegen Ende des Dreißigjährigen Kriegs im Jahr 1648. Die Altstadt wurde verteidigt, doch die Schweden beherrschten die Prager Burg und die Kleinseite, von wo sie wertvolle Kunstsammlungen der Prager Burg entwendeten.

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