ALTSTÄDTER RING

Pulsierendes Herz und Zentrum der Altstadt, ein Juwel der Weltarchitektur. Hier verbinden sich in Harmonie und Schönheit verschiedene Epochen und Stile.
Der heutige Platz befindet sich an der Kreuzung der Handelswege. Ab dem Ende des 11. Jahrhunderts haben sich hier Kaufleute aus ganz Europa getroffen. Es wurden die verschiedensten Waren auf dem berühmten Markt gehandelt. In den Kellern der Häuser, Weinstuben und Restaurants können wir heute noch die Grundmauern der ältesten romanischen und Altstädter Palais‘ bewundern. Durch die Nähe der Moldau und zahlreiche Fluten verursacht, hob sich das Niveau des Platzes stufenweise an. Um den Platz herum stehen Palais‘ und Häuser verschiedenster Stile. Da ist der Rokoko -Palais Goltz-Kinský auf der östlichen Seite, gebaut Mitte des 18. Jahrhunderts von Anselmo Lurago. Daneben das rein gotische Haus zur steinernen Glocke. Auf der südöstlichen Seite steht das Storch Haus im Neorenaissance-Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts, mit der Darstellung des Heiligen Wenzel. Angrenzend das Haus Zum Einhorn mit dem Originalportal aus dem Jahr 1520. Auf der nördlichen Seite des Rings sind Palais‘, deren Gebäudeformen aus der Zeit der Sanierung des Jüdischen Viertels Ende des 19. Jahrhunderts stammen.
Der Platz war das Geschäfts- und Gesellschaftszentrum: Feierlickeiten und Feste fanden statt, Turniere wurden abgehalten, hier verliefen die Krönungszüge. Dort spielte sich die Geschichte ab.
Der dreiβigjährige Krieg begann, wie bekannt, im Mai 1618 als der Aufstand der böhmischen Stände, Adel und Bürgertum, gegen die Habsburger ausbrach. Am Altstädter Ring wurden am 21. Juni 1621 die Altstadt-Exekutionen durchgeführt, das Ende der ersten Phase dieses europäischen Konflikts. Dabei wurden 27 Anführer des Böhmischen Aufstandes hingerichtet. Ein selbst für die damalige Zeit brutales Exempel wurde statuiert: 12 abgeschnittene Köpfe hingen für 10 Jahre auf dem Brückenturm der steinernen Karlsbrücke. An diese Hinrichtung erinnern uns 27 Kreuze auf dem Pflaster vor der Rathauskapelle. Beim Blick vom Zentrum des Rings auf das Altstadt-Rathaus sieht man, dass der neogotische Teil des Rathauses aus dem Ende des 19. Jahrhunderts während des Bombenangriffs gegen Ende des zweiten Weltkriegs zerstört wurde.
Der Altstädter Ring ist weiterhin ein kulturelles und touristisches Zentrum, wo Konzerte, Märkte, wie z. B. der Weihnachtsmarkt, stattfinden. Hier treffen sich auch die sportbegeisterten Tschechen bei verschiedensten Veranstaltungen um die Sportler, vor allem die Eishockeyspieler, zu unterstützen und eventuell als Sieger zu feiern.

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