HRADSCHINER PLATZ

Die Stadt Hradschin entstand im Jahr 1320 als dritte Prager Stadt nach der Altstadt und der Kleinseite. Sie war jedoch keine freie Stadt, sondern unterstand den Burggrafen. Das Zentrum dieser Stadt war der heutige Hradschiner Platz. Nach dem verheerenden Brand des Jahres 1541 erhielt die Stadt, wie auch die Kleinseite, durch den Bau von prunkvollen Palästen im Renaissance- oder Barockstil ein völlig neues Gesicht. Die Nähe des kaiserlichen Hofes Rudolfs II. machte aus Hradschin eine exklusive Baulokalität. Hradschin ist heute ein ruhiges Prager Stadtviertel mit malerischen Stellen und Parkanlagen. In der Mitte des Platzes steht die Mariensäule von Maxmilian Brokoff. Auf der Südseite, oberhalb der Neruda Straße ist eine Aussichtsterrasse, von der Sie eine der schönsten Aussichten auf Prag genießen können. Im Jahr 2000, wurde auf dem Hradschiner Platz vor dem Salmovsky-Palais die Statue des ersten tschechoslowakischen Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk anlässlich seines 150. Geburtstages enthüllt.

Hinweis: Im Deutschen hat sich im Unterschied zum Tschechischen missverständlich eingebürgert, unter „Hradschin“ den Burgberg oder indirekt auch die Prager Burg zu verstehen.

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