KUBISTISCHE HÄUSER VON VYŠEHRAD

Kubismus ist eine Stilrichtung des frühen 20. Jahrhunderts. Er entstand ab 1906 in Frankreich aus einer Bewegung der Avantgarde in der Malerei. Die meisten kubistischen Werke von Picasso, Braque oder Cézanne entstanden überwiegend vor dem ersten Weltkrieg. Der Kubismus behandelt primär die künstlerische Reduzierung eines Objekts auf geometrische Figuren, wie vor allem Würfel (lateinisch "cubus").
In der Architektur hat sich der Kubismus nicht sehr durchgesetzt. Die Tschechen können aber stolz sein, dass sich in Prag relativ viele kubistische architektonische Meisterwerke, die Touristen von der ganzen Welt bewundern, befinden. Im Stadtzentrum, an der Ecke der Celetná-Straße, steht das einzigartige Haus U Černé Matky Boží - Zur Schwarzen Madonna von Josef Gočár. Mehrere kubistische Häuser können wir auch unterhalb der Burg Vyšehrad, an der Stelle der ehemaligen Ortschaft Podskalí, finden, zum Beispiel das Mietshaus Nr. 30 in der Neklanova-Straße, in dessen Erdgeschoss sich heute ein veganes Restaurant befindet. Am Rašín-Ufer Nr. 6-8-10 steht das sogenannte "Tripelhaus" (ein Haus für drei Familien). In der Libušina-Straße repräsentiert den Kubismus das Haur Nr. 3 mit einem wunderschönen Garten und Eingangstreppe. All diese Häuser wurden von Josef Chochol erbaut. Er studierte, wie auch viele andere Architekten seiner Generation, bei Professor Otto Wagner in Wien.

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