ST. GEORG–BASILIKA

Die St.-Georg-Basilika ist, nach den Resten der ersten kleinen romanischen Jungfrau- Maria- Kirche, das älteste kirchliche Gebäude der Prager Burg. Die Kirche wurde vom Herzog Vratislav I. um das Jahr 920 gegründet. Hier wurden die Gebeine seiner Groβmutter Ludmilla nach ihrer Ermordung und später auch die Gebeine anderer Přemysliden begraben. An dieser Stelle entstand auch das erste Kloster des böhmischen Gebietes, das Frauenkloster der Benediktinerinnen. Die Basilika ist, der architektonischen Meinung nach, ein auβerordentlich gut erhaltenes romanisches Objekt. Nach dem verheerenden Feuer wurde die Fassade später nach Plänen von Francesco Caratti im Barockstil umgebaut. Die Kirche besteht aus einer dreischiffigen Basilika mit zwei Türmen; im Inneren befindet sich ein rechteckiger Chor mit einer Apsis und einer Krypta. Die Kapelle der heiligen Ludmilla stammt aus dem 12. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurde vom Architekten Franz Maximilian Kaňka an die Westfassade der Basilika die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk angebaut.
Das bedeutende Benediktinerinnen-Kloster wurde während der Zeit Josephs II., wie auch viele andere Kloster, abgeschafft. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Gebäude rekonstruiert. Gegenwärtig ist in ihnen eine der Sammlungen der Nationalgalerie untergebracht.

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